Heute findet zum 18. Mal der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) statt, an dem in besonderem Maße auf das barbarische und äußerst brutale Ritual aufmerksam gemacht werden soll, welches in einigen Teilen der Welt bis heute durchgeführt wird.

Christine Anderson, Frauenpolitische Sprecherin der AfD-Delegation im EU-Parlament, äußert sich wie folgt:
,,Der Begriff FGM – welcher die teilweise oder vollständige Entfernung beziehungsweise absichtliche Beschädigung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane bezeichnet – kann nicht annähernd wiedergeben, welche Qualen und Schmerzen die betroffenen Frauen bei diesem Eingriff aushalten müssen, der üblicherweise mit Rasierklingen oder Glasscherben und ohne jegliche Betäubung von medizinisch völlig ungeschulten Personen durchgeführt wird. Der Eingriff verursacht oftmals schwere gesundheitliche, körperliche sowie psychische Schäden und führt nicht selten zum Tod der betroffenen Frauen, welche meist schon vor Beginn oder während ihrer Pubertät einer Genitalverstümmelung unterzogen werden.
Die Hauptverbreitungsgebiete dieses unmenschlichen und bestialischen Rituals sind das westliche und nordöstliche Afrika sowie der Jemen, der Irak, Indonesien und Malaysia, welches dort vor allem aus der Tradition heraus begründet wird. Weitere Gründe für die Praktizierung von FGM ist oft auch die Angst der dortigen Männer vor Kontrollverlust bzw. davor von ihren Frauen betrogen zu werden oder deren sexuellen Anforderungen nicht genügen zu können. Mittels FGM wird daher aus Sicht der Männer auch sichergestellt, daß die Lust der Frauen an Sexualität zerstört wird und sie somit leichter zu kontrollieren sind.
Diese Praxis ist weltweit fast überall strafbar, darunter auch in allen Staaten der Europäischen Union. Aufgrund der Migrationskrise und der damit einhergehenden verstärkten Zuwanderung aus diesen Regionen, sind mittlerweile auch Frauen und Mädchen in Deutschland davon betroffen. Schätzungen zufolge waren alleine im Jahr 2017 mehr als 13.000 Mädchen in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht. Europaweit wird etwa von einer halben Million Opfer ausgegangen.
Aus diesem Grunde habe ich mich als Koordinatorin für Frauenrechte vor einigen Wochen im EU-Parlament mit einem Änderungsantrag zur Istanbul Konvention eingebracht, der zum Ziel hatte, diese widerliche Praxis offensiv innerhalb der EU zu thematisieren, damit sie effektiv bekämpft und unterbunden werden kann.
Leider wurde mein Antrag im Parlament abgelehnt, weil ich als AfD-Abgeordnete das falsche Parteibuch besitze. Man erging sich stattdessen lieber in allgemeiner, geheuchelter Betroffenheit und scheinheiligen Sonntagsreden, welche zur Folge hatten, daß das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung in der jetzigen Fassung der Istanbul Konvention nur ein einziges Mal, lediglich irgendwo unter ferner Liefen erwähnt wird und somit auf den Stellenwert einer Fußnote degradiert wurde.
Sehen Sie unter folgendem Link hierzu meine Rede im Plenum:
Auch für die kommende Plenarwoche werde ich einen Entschließungsantrag u.a. mit meinen Kollegen Guido Reil, Joachim Kuhs und Nicolaus Fest einreichen sowie zum Teil deutliche Änderungsanträge zum allgemeinen Konsensantrag der übrigen Fraktionen in diesem sog. Parlament zur Abstimmung bringen, wobei man mich zur inhaltlichen Abstimmung über diesen Antrag natürlich gar nicht erst einbezogen hatte und die übrigen Fraktionen unter sich ausgemacht haben.
Außerdem werde ich eine Einzelabstimmung beantragen hinsichtlich der Punkte, die auch in der gemeinsamen Entschließung der übrigen Parteien sinnvoll sind und ich plane, diesen Teilen auch zuzustimmen.
Denn dieses Thema ist zu wichtig für mich und das Leid der Frauen, die es betrifft zu groß, als dass man allein nach Parteibuch abstimmen sollte.
Ich bin gespannt, ob die schon länger im Parlament Sitzenden dies ähnlich sehen und im Sinne der betroffenen Frauen abstimmen werden.“