US-Senatoren haben dem Sassnitzer Hafen mit „wirtschaftlicher Vernichtung“ und persönlichen Sanktionen gegen das Management gedroht. In dem Fährhafen auf Rügen werden Stahlrohre für die Ostseepipeline gelagert.
Dr. Maximilian Krah, stellvertretender Leiter unserer AfD-Delegation im EU-Parlament, kritisiert diese Drohungen scharf:
»Die Vernichtungsdrohungen amerikanischer Senatoren gegen den Sassnitzer Hafen sind völlig inakzeptabel. So geht man nicht mit Verbündeten um. Das ist vielmehr die Sprache von Besatzern. Wir sind aber ein souveräner Staat. Sollte man das in Washington vergessen haben, wäre es geboten, wenn Kanzlerin Merkel die US-Administration daran erinnern würde, etwa indem sie endlich die Russland-Sanktionen aufhebt.
Es ist anmaßend, wenn sich die USA in unsere Angelegenheiten einmischen, die sie nichts angehen. Ohne Nord Stream 2 steht die Energiesicherheit Deutschlands und ganz Europas auf dem Spiel. Der Verzicht auf das Projekt steht für uns nicht zur Disposition.
Fremde Einflüsse auf europäische Wirtschaftsentscheidungen gegen unseren Willen verbitten wir uns, und wer sich daran nicht hält, muss mit Gegensanktionen unsererseits rechnen. Das gilt auch für die USA.
Die EU könnte nun beweisen, dass sie mehr ist, als ein devoter Befehlsempfänger Washingtons, wenn sie im Konzert der Großen mitspielen und von den USA, China und Indien ernstgenommen werden möchte. Respekt verschafft man sich durch Stärke, nicht durch Passivität. Deshalb fordere ich EU-Kommissar Hogan auf, gegen die regelwidrigen Drittstaaten-Sanktionen der USA vorzugehen. Wenn die EU ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen will, dann muss sie das hier tun.«