EU-Handelskommissar Phil Hogan ist zurückgetreten. Der Grund: Er hat in seiner irischen Heimat gegen die Corona-Auflagen verstoßen, als er kürzlich mit etwa 80 Personen an einem Dinner einer Golf-Gesellschaft teilgenommen hat. In Irland sind derzeit Versammlungen von mehr als sechs Menschen in geschlossenen Räumen untersagt.

Markus Buchheit, unser Handelspolitischer Sprecher im EU-Parlament, kommentiert dies wie folgt:
„Die EU-Kommission schlittert unter Ursula von der Leyen von einem Skandal in den nächsten. Erst kürzlich missbrauchte von der Leyen ihr Amt, als sie im kroatischen Wahlkampf für die CDU-Schwesterpartei HDZ trommelte und somit gegen das Neutralitätsgebot verstoßen hat.
Der Rücktritt Phil Hogans als EU-Handelskommissar ist nun der nächste Skandal und steht sinnbildlich für die Abgehobenheit des Brüsseler Establishments. Denn während den Bürgern Europas Freiheitsrechte entzogen und strikte, zuweilen sinnlose Auflagen im Umgang mit der Corona-Pandemie gemacht werden, stellen sich die Kommissare über das Volk, indem sie selbst diese Regeln missachten.
Immerhin besitzt Hogan den Anstand, die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen, indem er zurücktritt. Frau von der Leyen hingegen hat im Laufe ihrer politischen Vita wesentlich größere Skandale produziert, ohne dass dies Folgen gehabt und sie daraus die richtigen Schlüsse gezogen hätte. Ihr fehlt offenbar dieser Anstand.“