Während ihrer Anhörung vor dem EU-Parlament verteidigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die beispiellosen Anleihekaufprogramme, trotz des sich verschärfenden wirtschaftlichen Abschwungs im Euroraum.
Sie erklärte, dass die EZB weder bankrottgehen, noch kein Geld mehr haben könne, selbst wenn sie Verluste durch den in ihrer Bilanz angesammelten Multi-Billionen-Euro-Stapel von Anleihen erleiden würde, der nun rund 70 % des BIP des Euro-Währungsgebiets ausmacht.
Dr. Gunnar Beck, Wirtschaftspolitischer Sprecher unserer Delegation im EU-Parlament, übt Kritik:
„Lagardes Politik ist der Triumph der Hoffnung über jede Erfahrung. Die Geldschleusen werden nie wieder geschlossen und die EZB wird nie wieder zu einer soliden Geldpolitik zurückkehren.
Lagarde bekräftigte Draghis Engagement, alles zu tun, um die bankrotten mediterranen Staaten am Leben zu erhalten. Sie gibt verantwortungslosen Regierungen ein klares Signal, die Verschuldung weiter zu erhöhen und ihre gescheiterte Politik fortzusetzen.“