Lars Patrick Berg, Außenpolitischer Sprecher unserer Delegation im EU-Parlament, verurteilt die türkischen Militärmanöver in griechischen Gewässern, die am Samstag eskalierten:
„Die türkische Regierung geht bei der Einhaltung internationaler Verpflichtungen sehr selektiv vor. Das Militärmanöver vom Samstag reiht sich ein in eine lange Liste inakzeptabler Provokationen im östlichen Mittelmeer und zeigt, dass der türkischen Regierung nicht zu trauen ist.“
Die türkischen Militärübungen finden in einer Zeit erhöhter Spannungen statt, da die Türkei ihre illegalen Bohrungen in griechischen und zypriotischen Gewässern fortsetzt. Aus Griechenland wird berichtet, dass türkische Jets am Samstag in den griechischen Luftraum eingedrungen sind, was eine kalkulierte Eskalation vonseiten Ankaras zu sein scheint.
Berg hatte zuvor schon den Einsatz französischer Rafale-Jets und der Marinefregatte Lafayette zur Unterstützung Griechenlands begrüßt. Er wies auch auf die Aktivitäten der Türkei in Libyen hin, die vor kurzem zu einer Konfrontation mit der französischen Marine führten, sowie auf den Einsatz syrischer Milizen durch die türkische Regierung in Libyen.
Berg weiter: „Frankreich hatte erst vor kurzem eine Konfrontation auf See mit der Türkei. Die jüngsten Aggressionen seitens Ankaras stellen unweigerlich die Frage nach einem Verbleib der Türkei in der NATO. Die Frage nach einer EU-Mitgliedschaft der Türkei stellt sich ohnehin nicht. Die Destabilisierungspolitik der türkischen Regierung darf nicht ohne Konsequenzen bleiben.“