Der für den grünen Deal zuständige Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans verkündete gestern erneut im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes das Ende des Verbrennungsmotors im Namen des so genannten Klimaschutzes und einer „Null-Emissions-Mobilität“.
Dabei zitierte er den bayrischen Ministerpräsidenten, der am Wochenende bis 2035 das Ende des Verbrennungsmotors forderte.
„Es ist völlig unverständlich, wie man sich angesichts der Tatsache, dass wir zum Verbrennungsmotor bis heute keine glaubwürdige Alternative haben, so vor den ideologischen Eselskarren der Grünen spannen will“, betont unsere Umweltpolitsiche Sprecherin Dr. Sylvia Limmer.
Es gebe schlicht keine emissionsfreie Mobilität. Diese sei eine dreiste Mogelpackung grüner Ideologen, weil die real anfallenden CO2-Emissionen bei der Batterieherstellung und der Stromproduktion per Definition europäischer Verordnungen auf Null gesetzt wurden. „Im Gegenteil wird der weitere politisch forcierte Ausbau der E-Autos über eine massive Erhöhung des Strombedarfs zu einer steigenden Verstromung fossiler Energieträger führen – und damit zu höheren CO2-Emissionen. Diese unliebsame Tatsache findet jedoch kaum Öffentlichkeit,“ erläutert die promovierte Biologin.
Wenn Herr Söder sich das nächste Mal zum Thema Mobilität äußere, solle er besser aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse miteinbeziehen sowie auf die Wahrung bayrischer und deutscher Interessen achten. „Sein opportunistischer Kniefall vor einer lauten Greta-Minderheit ist ein Schlag ins Gesicht Hunderttausender Beschäftigter in der Automobilbranche, mit deren Jobs er leichtfertig politisch jongliert. Er torpediert die Schlüsselindustrie unseres Landes. Damit hat Söder deutsche Interessen aufgegeben“, so die EU-Abgeordnete.
In Anlehnung an Söders Aussage hat Frans Timmermans bereits angekündigt, im nächsten Jahr strengere Emissionsgrenzwerte für die Automobilbranche hin zum „emissionsfreien“ Automobil vorzulegen.