Als Abgeordneter im EU-Parlament überbringe ich allen jüdischen Familien herzliche Glückwünsche zum Rosch ha-Schana Fest.

Das Rosch ha-Schana-Fest dient dazu, persönliche Bilanz zu ziehen über das moralische Verhalten im vergangenen Jahr. Gleichzeitig wird um eine gute Zukunft gebetet.

Zehn Tage nach diesem Neujahrsfest feiern die Juden Yom Kippur, das Fest der Versöhnung.

Nach biblischer Überlieferung wurden an Yom Kippur Ziegenböcke geopfert. Der Hohepriester legte einem Bock die Hände auf den Kopf und bekannte die Sünden des Volkes. Dieser Ziegenbock, der sogenannte Sündenbock, wurde dann in die Wüste getrieben.

1973, als die Juden Yom Kippur, ihr größtes Fest im Jahr feierten, missbrauchten arabische Nachbarstaaten diesen Ruhetag und griffen Israel in einem gemeinsam geplanten Militärschlag an. Israel sollte von der Landkarte getilgt werden. Gott sei Dank konnte Israel nach anfänglichen Schwierigkeiten den Angriff erfolgreich zurückschlagen.

Auch heute ist Israel vielen Anfeindungen ausgesetzt. So wurden bei der UNO seit der Staatsgründung vor über 70 Jahren unzählige Resolutionen zu Israel verabschiedet. Davon richteten sich die allermeisten Resolutionen gegen den jüdischen Staat.

Diese negative Einstellung erlebe ich auch im EU-Parlament: Vor wenigen Tagen stimmte selbst die Europäischen Volkspartei – der auch CDU/CSU angehören – gegen einen Antrag meiner Fraktion Identität & Demokratie, in dem Juden als Minderheit erwähnt werden sollten.

Zum heutigen Rosch ha-Schana-Fest und zu Yom Kippur wünsche ich allen Juden, ihren Familien und Freunden, dass bald der Tag kommen möge, an dem die Anschuldigungen gegen Israel der Vergangenheit angehören und der Sündenbock ein für alle Mal in die Wüste geschickt wird.

Herzlich grüßt Sie aus Brüssel, Ihr Joachim Kuhs.

Video auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=tZ2P7H9MbBs