Lars Patrick Berg, Außenpolitischer Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, hat die „kruden Behauptungen“ des türkischen Präsidenten Erdogan, wonach Homosexuelle für die Corona-Pandemie und die damit verbundene Gesundheitskrise verantwortlich seien, als ,,Unsinn‘‘ zurückgewiesen.
Der Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, hatte behauptet, Homosexualität sei für den Corona-Ausbruch mitverantwortlich. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte daraufhin erklärt, diese Aussage sei gemäß Islam und Koran korrekt.
Lars Patrick Berg entgegnet hierzu:
„Mit Verlaub, Präsident Erdogan, Sie reden Unsinn! Homosexuelle werden in der Türkei ohnehin schon jetzt sehr stark diskriminiert. Solche Behauptungen sorgen dafür, dass sich ihre Situation in der Türkei weiter verschlechtert.“
Es sei falsch, so Berg, Minderheiten für die Pandemie verantwortlich zu machen. In der Türkei paare sich Regierungsversagen mit religiösem Fanatismus. Das stuft Berg als sehr gefährlich ein. Neben Homosexuellen seien oftmals auch Christen und andere Minderheiten in der Türkei Opfer von falschen Anschuldigungen. Für Berg ist es daher unverständlich, weshalb aus den Reihen der Sozialdemokraten im EU-Parlament nach wie vor Stimmen für einen EU-Beitritt der Türkei zu vernehmen seien.