Unser Delegationsleiter Prof. Dr. Jörg Meuthen warnt vor der nächsten Schuldenparty auf unsere Kosten:
Sie werden sich vielleicht erinnern: Der portugiesische Staat musste 2011 von uns allen vor der Pleite „gerettet“ werden.
Genaugenommen „musste“ er das natürlich überhaupt nicht, aber die uns hier schon viel zu lange Regierenden waren der Meinung, dass sie in ihrem Handeln nicht an Art. 125 AEUV gebunden sind, der glasklar die Übernahme von Schulden anderer Länder innerhalb der EU untersagt.
Und genaugenommen wurde dieser Staat natürlich auch nicht gerettet, sondern seine Pleite wurde lediglich hinausgeschoben – so wie bei vielen anderen Ländern der fehlkonstruierten Euro-Zone, die mittlerweile einzig und allein am Tropf der EZB hängen und künstlich beatmet werden durch den Aufkauf ihrer frisch ausgegebener Staatsanleihen durch unser aller Europäische Zentralbank.
So etwas nennt man Gelddrucken, und dass es sich hierbei um nichts anderes handelt, kann am Beispiel Portugals jeder erkennen, der des Denkens noch halbwegs mächtig ist: Während die Schuldenquote dieses Landes mittlerweile wieder kräftig ansteigt und im Rahmen der aktuellen Corona-Situation voraussichtlich schwindelerregende 140 % des Bruttoinlandsproduktes erreichen wird, sinken die Zinsen für zehnjährige portugiesische Staatsanleihen nun in den negativen Bereich.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Ein Land, dessen Staatsfinanzen aktuell nochmals spürbar desolater werden, wird nun auch noch dafür belohnt, ZUSÄTZLICHE Schulden zu machen – Negativzinsen bedeuten nämlich nichts anderes, als dass derjenige, der Schulden macht, dafür auch noch etwas geschenkt bekommt von demjenigen, der ihm seine Ramschpapiere abkauft.
Kein Bürger klaren Verstandes würde dies mit seinem eigenen Geld tun.
Aber die EZB ist ja schließlich auch kein Bürger klaren Verstandes, der über sein Geld mit Argusaugen wachen würde, und deshalb pumpt sie fleißig Geld nicht nur nach Portugal, sondern auch in viele andere Länder.
Sie tut dies im Rahmen ihres sogenannten „Pandemie-Programms“ (PEPP), für das sie sich zunächst eine Grenze von 1.350.000.000.000 Euro gegeben hat.
Zu viele Nullen zum schnellen Lesen? Es sind 1,35 BILLIONEN Euro.
Von dieser aberwitzigen Summe hat man bereits 750 Milliarden rausgehauen zur Finanzierung irgendwelcher Schuldenstaaten, und beim aktuellen Tempo (20 Milliarden pro Woche) wäre ungefähr Mitte nächsten Jahres Schluss mit der Party.
Das darf natürlich nicht sein, und so setzen die „Analysten“ großer, gern auch US-amerikanischer Investmenthäuser natürlich darauf, dass die EZB bei ihrer heutigen Sitzung eine Verlängerung dieses Programms beschließen wird, was nichts anderes ist als dessen nochmalige Erhöhung. Spekuliert wird auf weitere 500 Milliarden Euro für die nächste Schuldenparty Südeuropas.
Zugleich zerschellt schon seit Jahren die Altersvorsorgestrategie von Millionen deutschen Sparern an der Nullzinswand dieser EZB, und gesamtwirtschaftlich betragen unsere nicht gesicherten Forderungen gegenüber anderen Euro-Ländern, die durch das (für viele Bürger undurchsichtige) Euro-Zahlungsabwicklungssystem entstehen, mittlerweile mehr als eine WEITERE Billion Euro (sog. „Target II-Salden“).
Dieses ganze Geld werden wir nie wiedersehen, und damit ist Wohlstand in geradezu unvorstellbarer Höhe aus Deutschland heraustransferiert worden.
Jede verantwortungsvoll handelnde Regierung müsste dieser Situation nun ins Auge blicken und das Desaster unter großen Schmerzen für unser Vaterland beenden – die Merkel-Regierung dagegen tut nichts, um den Lauf der Dinge noch zu stoppen.
Das Ergebnis wird ein Desaster wirtschaftshistorischen Ausmaßes sein.
Allerhöchste Zeit, dieses drohende Desaster noch unter Schmerzen abzuwenden. Allerhöchste Zeit, das Gelddrucken sofort zu beenden.