Auf Antrag von 183 Abgeordneten des EU-Parlaments wurde der neue Untersuchungsausschuss ANIT eingerichtet. Ziel ist es, angebliche Verstöße bei der Anwendung der Rechtsvorschriften der Europäischen Union über den Transport lebender Tiere innerhalb und außerhalb der Union zu untersuchen. Gestern wurde der Ausschussvorsitz gewählt, für den die AfD-Abgeordnete Dr. Sylvia Limmer, von Beruf Veterinärmedizinerin und Biologin, kandidiert hat. Gewählt wurde die Grüne Tilly Metz, von Beruf Psychologin und Pädagogin.
Dazu Sylvia Limmer: »Ich gratuliere Tilly Metz zur Wahl. Gleichwohl macht dieses Ergebnis deutlich, dass demokratische Gepflogenheiten im EU-Parlament mit Füßen getreten werden. Die ID-Fraktion ist die viertgrößte im EU-Parlament, größer als die Grünen, findet aber, entgegen der d’Hondt-Regel, weder in den Ausschüssen noch im Parlamentspräsidium eine entsprechende Repräsentanz. Damit bleibt der Wille von über 20 Millionen Wählern, die der ID-Fraktion zugehörige Parteien gewählt haben, unberücksichtigt – Demokratie à la EU. Dass berufliche Eignung und Ausbildung für entsprechende Positionen keine Relevanz haben, ist heute besonders deutlich geworden.«
Der schwedische Abgeordnete Peter Lundgren (Schwedendemokraten/Europäische Konservative Reformer) pflichtete ihr bei.