Dr. Gunnar Beck bewertet den Fall in seiner Rede nüchtern:
,,Ob Alexej Nawalny tatsächlich vergiftet wurde, wissen wir nicht zweifelsfrei. Scheinbar unabhängige, aber doch wohl handverlesene Labore in Schweden und Frankreich bestätigen den Bundeswehrbefund. Nawalnys russische Ärzte fanden indes keinen Beweis für Vergiftung.
Was häufig verschwiegen wird: Es ist unstreitig, dass seit den 1990er Jahren mindestens 20 Staaten und organisierte Kriminelle Besitz des Nowitschok-Giftes erlangten. Was also wissen wir? Wenig! Es ist möglich, aber nicht gesichert, dass Nawalny vergiftet wurde. Wenn er vergiftet wurde, dann scheinbar in Sibirien. Wer ihn vergiftet hat, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass viele ein Motiv haben könnten. Ein Ende von Nord Stream 2 könnte ein solches sein. Es nun aber zu fordern, erst recht bei dieser dünnen Faktenlage, ist inakzeptabel.“