Gunnar Beck, währungspolitischer Sprecher der AfD im EU-Parlament, zeigt sich besorgt aufgrund der Vorstellung Isabel Schnabels für den zweiten Sitz im EZB-Vorstand. Er begründet das wie folgt:
,,Frau Schnabel ist stabil wie eine Wetterfahne und gibt verworrene Antworten auf prägnante geldpolitische Fragen. Im ECON-Ausschuss des EU-Parlament sagte Frau Schnabel, sie hätte wahrscheinlich gegen Draghis Wiederaufnahme der EZB-Anleihekäufe im September gestimmt. In ihren schriftlichen Antworten auf die Fragen des Europäischen Parlaments nach Ihrer Nominierung durch die Bundesregierung hingegen bezeichnete Schnabel die Entscheidung als gerechtfertigt.
Außerdem nannte sie die deutschen Sorgen um die Negativzinsen ,gefährliche Narrative‘, die es zu zerstreuen gelte. Sparer und andere Kritiker der EZB-Negativzinspolitik bezeichnete sie kurz als ,financially illiterate‘ – also als ökonomische Analphabeten. Frau Schnabel ist unzuverlässig und eine Verfechterin der gescheiterten und zudem unsozialen und spekulantenfreundlichen EZB-Geldpolitik. Deutsche Interessen verficht sie nicht.“