Finanzminister Olaf Scholz sprach sich Anfang November für ein Europäisches Einlagensicherungssystem (EDIS) aus. EDIS soll die Versicherung von Spareinlagen in der Eurozone vergemeinschaften. Der währungspolitische Sprecher der CDU/CSU im EU-Parlament, Markus Ferber, verwarf den Vorstoß von Scholz noch am gleichen Tag unverzüglich und scharf und twitterte ,,Das ist mit uns nicht zu machen“. Aber spiegelt Ferbers Reaktion wirklich die Meinung der CDU/CSU wider? Gunnar Beck, währungspolitischer Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, verneint das und macht deutlich:

,,Gestern hat der Chef der Eurogruppe, Mário Centeno, im Währung- und Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments klargestellt, dass Scholz‘ Meinung von der Bundesregierung geteilt werde. Nicht nur will die Bundesregierung künftig deutsche Sparer für marode Banken in Südeuropa haften lassen, offensichtlich wird deutsche Europolitik fortan durch den Eurogruppenchef angekündigt, und nicht mehr durch die Bundesregierung. Es ist bezeichnend für den desolaten Zustand der CDU/CSU, dass sie im EU-Parlament das exakte Gegenteil dessen predigt, was sie als Regierungspartei in Berlin mitträgt.“