Ein gerade durchgesickerter EU-Bericht hat es in sich: Nach dem Brexit soll Großbritannien von den Polizei- und Sicherheitsdatenbanken der EU abgeschnitten werden. Das hätte auch auf unsere Sicherheit direkte Auswirkungen, wie Nicolaus Fest
auf Nachfrage des britischen ,,Express’ betont:
»Der Brexit ist kein Grund, um in einer Zeit zunehmender Bedrohungen den sicherheitspolitischen Austausch mit dem Vereinigten Königreich abzubrechen. Die Briten haben dafür gestimmt, die Kontrolle über ihre eigenen Angelegenheiten zurückzugewinnen. Sie haben aber nicht dafür gestimmt, die Freundschaft und die Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedsstaaten aufzugeben. Mit dem Versuch, die Briten für den Brexit zu bestrafen, setzt die EU die Beziehungen zu einem der wichtigsten Sicherheitsgaranten der Welt aufs Spiel und gefährdet so unsere Sicherheit.«
Die besagte Datenbank, von der die Briten ausgeschlossen werden sollen, wird von Polizisten und Grenzschutzbeamten im gesamten Schengen-Raum genutzt. Sie enthält wichtige Informationen zu vermissten Personen, gestohlenen Gegenständen und mutmaßlichen und tatsächlichen Kriminellen. Letztere dürften sich freuen, wenn die EU nun aus infantil-revanchistischen Reflexen heraus die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich sabotiert.