Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) lässt es sich nach seiner politischen Karriere gut gehen: 13 neue Jobs hat er sich genehmigen lassen, darunter auch bei Lobbyfirmen – mehr als jedes andere Mitglied der EU-Kommission von Jean-Claude Juncker. Offenbar standen profunde Englischkenntnisse nicht im Anforderungsprofil. Juncker selbst brachte es übrigens auf ,,lediglich’’ fünf neue Jobs.
,,Lobby-Günther’’ arbeitet nun, neben mehreren Posten bei Stiftungen, als Aufsichtsrat bei der Tunnelbohrfirma Herrenknecht und als Beirat der großen Beratungsgesellschaften Deloitte und Kekst CNC. Nachfolgejobs für EU-Kommissare müssen in den ersten zwei Jahren, die als ,,Abkühlphase’’ gelten, genehmigt werden, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Oettinger war bis 2019 EU-Kommissar.
Brüssel gilt weltweit, nach Washington, als Stadt mit der höchsten Anzahl an Lobbyisten. Viele versuchen sich exklusive Zugänge zu wichtigen Entscheidungsträgern zu sichern, um so an relevante Informationen zu kommen und eigene Interessen in die Politik zu tragen.
Unser Abgeordneter Lars Patrick Berg hat die Machenschaften von Lobbyisten in der EU genauer untersucht und eine Studie hierzu in Auftrag gegeben, die Sie hier nachlesen können: https://larspatrickberg.de/…/09/Lobbybroschuere.pdf…