Im Rahmen ihrer außenpolitischen Strategie gibt die EU oft viel Geld für fragwürdige Projekte aus. Dazu gehören, wie nun publik wurde, ein Kino im Kosovo, ein Straßen- und Eisenbahnprojekt in Uganda und ein Frauengefängnis in der Türkei – Projekte mit Kosten in dreistelliger Millionenhöhe.
Unser Außenpolitischer Sprecher im EU-Parlament Lars Patrick Berg äußerte hierfür auf Anfrage vom britischen ,,Express’’ wenig Verständnis:
,,Warum müssen mitten in Zeiten der Corona-Pandemie, die unsere Volkswirtschaften stark gefährdet, die Steuerzahler die türkische Aprikosenindustrie oder den Straßenbau in Uganda finanzieren?
Es ist dieser leichtfertige Umgang mit dem Steuerzahlergeld, der die Bürger gegen die EU aufbringt. Auslandshilfen sollten in erster Linie humanitären Zwecken oder dem Katastrophenschutz dienen, nicht aber in fragwürdige Projekte von Regierungen fließen, die unsere Werte mit Füßen treten.
Gewisse Budgets für Auslandshilfen sollten gekürzt werden, damit entsprechende Mittel dorthin fließen, wo sie benötigt werden: Zu unseren Bürgern und Unternehmen, die von der Krise besonders stark betroffen sind.’’