„Seit nunmehr einem Jahr befinde ich mich zusammen mit meinen hoch geschätzten Kollegen der AfD-Landesdelegation als Teil der ID-Fraktion auf unserer gemeinsamen Mission im EU-Parlament. Von Anfang an war mir klar, dass dieses reine Fürbitten-Parlament mangels eigener Gesetzgebungskompetenz nichts weiter ist, als das verschämte Feigenblatt für eine ansonsten in einer heuchlerischen Demokratiesimulation lebenden, völlig realitätsfernen Kaste von entrückten und gesinnungsethischen Weltenrettern. Wir – die auf nationalstaatliche Souveränität und transparente demokratische Prozesse pochenden EU-Abgeordneten der AfD – bringen frischen Wind in diese bürgerferne Brüsseler Bussi-Bussi-Gesellschaft und stören damit die bisherigen einträchtigen Abläufe dieses sog. EU-Parlaments in ihrer etablierten Ruhe.
Dies dürfte sodann auch der Grund dafür sein, weshalb uns als Mitglieder der Fraktion „Identität & Demokratie“ – von den schon länger hier Sitzenden – vom ersten Tag an, Steine in den Weg gelegt und Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Dies beginnt bei der obligatorischen Verweigerung von Ausschussvorsitzen sowie der grundsätzlichen Ablehnung all unserer Anträge, selbst dann, wenn der Wortlaut sogar aus den Formulierungen der UN-Menschenrechts-Charta stammte. Es geht weiter mit Tricksereien bei der Berichtsvergabe und falls es gar nicht anders geht, wird auch gerne einmal kurzerhand die Geschäftsordnung spontan uminterpretiert, oder diese gleich völlig ungeniert einfach direkt übergangen. Und zu guter Letzt hat sich mit Einführung der coronabedingten Distanzsitzungen eine ganz neue Möglichkeit für das Parlaments-Establishment ergeben: Anträge oder Einwände seitens der ID-Fraktion werden einfach ignoriert, unter dem Verweis auf eine angeblich schlechte Verbindungsqualität oder allgemeine technische Störungen.
Insofern ist es gerade unter den gegebenen Umständen besonders wichtig, dass wir umso enger beieinander stehen und unsere Reihen fest geschlossen halten. Als einen großen Gewinn für unsere Arbeit hier in Brüssel betrachte ich daher den kollegialen und freundschaftlichen Umgang, der unter uns elf EU-AfD´lern herrscht. So gelingt es uns immer wieder auch ressortübergreifend miteinander zu arbeiten und so im besten Sinne des Wortes gemeinsam kräftig an einem Strang zu ziehen. Als Beispiel und ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich hier etwa die gute Zusammenarbeit mit Dr. Gunnar Beck zum Thema „Bargeld“ nennen, mit Guido Reil im Hinblick auf Fragen an die Kommission zur weiblichen Genitalverstümmelung, welcher mitgetragen wurde von Prof. Dr. Jörg Meuthen, Joachim Kuhs, Dr. Sylvia Limmer, Bernhard Zimniok und Nicolaus Fest oder auch die Anfrage mit Lars Patrick Berg zum Thema Kinderehen in Europa. Von daher kann es eigentlich gar nicht verwundern, dass sich beispielsweise in der Rubrik „individuelle Entschließungsanträge“ auf den Plätzen 1 bis 10 des MEP-Rankings ausschließlich Abgeordnete der AfD-Delegation das Spitzenfeld teilen. So muss das sein und so macht AfD auch Spaß!
Ein mindestens ebenso großes und herzliches Dankeschön geht aber auch raus an alle Delegierten des EU-Parteitages in Magdeburg, die mich dort im Dezember 2018 auf Platz 8 der Liste wählten und mir so ihr Vertrauen ausgesprochen haben, hier im EU-Parlament im Sinne der gesamten AfD und somit auch untrennbar verbunden im Sinne unserer Heimat, unseres Vaterlandes und unserer Bürger mit aller Kraft zu versuchen, etwas Positives für Deutschland zu bewirken. Daher betrachte ich meine Arbeit hier vor Ort als Vollzeitjob mit hoher Verantwortung gegenüber unserem Land und unseren Wählern und werde mich daher auch weiterhin – ohne Wenn und Aber – für diese ebenso wichtige, wie auch herausfordernde Mission uneingeschränkt einsetzen. Dafür stehe ich mit meinem Namen!“