Joe Biden gilt bereits als designierter US-Präsident. Dabei ist die Wahl noch nicht endgültig entschieden.
Lars Patrick Berg, unser Außenpolitischer Sprecher im EU-Parlament, nimmt hierzu wie folgt Stellung:
„Die Wahlen in den USA sind noch nicht entschieden. Entsprechend erscheint eine Gratulation an Joe Biden verfrüht. Der mexikanische Präsident Lopez Obrador, der selbst viele Gründe hat, Trump kritisch zu sehen, hält sich beispielsweise mit Gratulationen zurück, solange es keine amtliche Bestätigung für den Sieg Bidens gibt. Und wir erinnern uns, dass sich Al Gore nach der Wahl im Jahre 2000 ganze 37 Tage lang für den US-Präsidenten hielt, der er nie wurde.
Sollte Biden letztlich gewinnen, steht zu befürchten, dass es zu einem Linksruck in der amerikanischen Innenpolitik und zu mehr Interventionismus in der amerikanischen Außenpolitik kommen wird. Beides lehnen wir ab.
Sobald sämtliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl ausgeräumt werden, gratulieren wir dem gewählten US-Präsidenten, unabhängig davon, ob er Donald Trump oder Joe Biden heißt, und hoffen auf eine Zusammenarbeit, von der künftig beide Seiten profitieren und in der unsere Interesse gleichermaßen berücksichtigt werden.“